Bericht Nr. 4

Schutz gegen elektrischen Schlag - Beurteilung der Grenzrisiken - Wertigkeitsvergleiche

Autor: Gottfried Biegelmeier

KURZFASSUNG

Im ESF-Report Nr. 4/2001 über den Schutz gegen elektrischen Schlag wird ein neuer Weg zur Erhöhung der Sicherheit der Elektrizitätsanwendung aufgezeigt. Ausgehend von den Grundlagen des Schutzes gegen schädliche elektrische Schläge werden zunächst wichtige allgemeine Begriffe und Definitionen erklärt. Es wird gezeigt, daß mit dem Prinzip der dreifachen Sicherheit bestehend aus Basisschutz, Fehlerschutz und Zusatzschutz ein wesent-licher Fortschritt erreicht werden kann, wobei die Netzsysteme der IEC TN-TT und IT nicht nur überflüssig, sondern sogar irreführend sind. Im einzelnen werden dann die Maßnahmen des Fehlerschutzes untersucht, und grundsätzliche Überlegungen und sorgfältige Analysen zeigen, daß für die allgemeine Anwendung in Haushalt, Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie die Nullung gegenüber der Schutzerdung wesentliche Vorteile hat, und zwar bringt sie Verbesserungen beim Schutz gegen elektrischen Schlag, bei der Verfügbarkeit der Stromversorgung, des Überspannungsschutzes und der Zuverlässigkeit. Des weiteren werden kurz die Maßnahmen Isolations-Überwachungssstem, Schutzisolierung, Schutztrennung und Schutzkleinspannung besprochen. Dabei zeigt sich, daß bei der IEC-Klassifizierung SELV, PELV und FELV für die Schutzkleinspannung keine eindeutige Einordnung nach der Höhe des Grenzrisikos (vertretbarem Risiko) möglich ist. Eine neue Klassifizierung der Schutzkleinspannung mit den Schutzklassen I, II und III wird vorgeschlagen, bei der das Grenzrisiko von Klasse zu Klasse geringer wird.

 

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