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Der Stifter

Prof. Ing. Dr. phil. Gottfried Biegelmeier wurde 19. Juli 1924 in Wien geboren. Nach seiner Ingenieurausbildung am TGM und Militäreinsatz studierte er in seiner Heimatstadt Elektrotechnik und Experimentalphysik. Er promovierte 1949 in Physik an der Wiener Universität. Seine berufliche Laufbahn begann in den Prüfstellen des Verbandes der Elektrizitätswerke Österreichs und der Bundesversuchsanstalt Arsenal.

1957 reichte er als selbständiger Ingenieurkonsulent für Elektrotechnik sein erstes Patent für einen Fehlerstromschutzschalter (FI-Schutzschalter) mit Energiespeicherung ein. 

Von 1957 an, leitete er das Entwicklungslaboratorium für Niederspannungsschaltgeräte bei F&G (Felten & Guilleaume, später Moeller, heute Eaton) und lieferte wesentliche Beiträge zum Aufstieg der Firma. Er spezialisierte sich auf die Gebiete Schutztechnik und Schutzmaßnahmen.

Seit 1970 arbeitete er besonders auf dem Gebiet der Elektropathologie. Er führte Selbstversuche durch, die den Beweis der Wirksamkeit von FI-Schutzschaltern beim direkten Berühren aktiver Teile erbrachten. In diesem Zusammenhang konnte auch neues Wissen über die Körperimpedanzen lebender Menschen bei Berührungsspannungen bis 200 V erworben werden. Ebenso wichtig waren seine Studien über die Gefahrengrenzen beim Herzkammerflimmerndie zur Extrasystolentheorie und damit zur Erklärung des Z-förmigen Verlaufs der Flimmerschwelle führten.

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Die Arbeiten von Biegelmeier bildeten die Grundlage für den IEC-Report 60479, der zum Teil aus seiner Feder stammt.

Für all seine wissenschaftlichen Leistungen wurde Biegelmeier von der Republik Österreich 1978 der Berufstitel Professor und 1993 das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse verliehen. Unter den internationalen Anerkennungen seien nur der amerikanische IEEE-Power Life Award 1985 und der japanische IKEDA Award 1993 genannt.

Unmittelbar der Sicherheit der Elektrizitätsanwendung dienten zahlreiche Patente von Biegelmeier zur Verbesserung der Technik der Fehlerstromschutzschalter und sein Prinzip der dreifachen Sicherheit für den Schutz gegen den elektrischen Schlag. Seine Arbeiten haben die einschlägigen nationalen und internationalen Normen maßgeblich beeinflusst.

1996 gründete er die gemeinnützige Privatstiftung „Elektroschutz" in Wien mit der Aufgabe, Forschungsvorhaben auf dem Gebiet des Elektroschutzes durchzuführen. Seither sind die Forschungsberichte dieser Stiftung weltweit zu Standardwerken des Elektroschutzes geworden.

Prof. Dr. Gottfried Biegelmeier starb am 8.7.2007 in seinem Landhaus in Lunz am See.

 

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